Geschichte
Siebzig Jahre transatlantische Partnerschaft – von Bücherspenden an die Freie Universität Berlin bis zu Stanfords eigenem Campus im Haus Cramer.
Frühe 1950er Jahre — Studierende der Stanford University in Kalifornien geben Bücherspenden an die Bibliothek der gerade gegründeten Freien Universität Berlin. Stanford etabliert als erste Universität ein Direktaustausch-Stipendium an der F.U. Die Freie Universität bleibt bis heute ein wichtiger Partner.
1958 — Stanford eröffnet den ersten Campus in Übersee in Beutelsbach/Baden-Württemberg – den Eckstein eines über die folgenden Jahrzehnte immer weiter ausgebauten Netzes von Studienzentren. Bis zu 40% eines Jahrgangs nehmen die Gelegenheit wahr, eines der zehn Studienzentren des Bing Overseas Studies Program zu besuchen, seit 2005 benannt nach den Stiftern Helen und Peter Bing.
1975 — In West-Berlin wird ein Campus der Stanford University eröffnet; zunächst werden Unterrichtsräume der Freien Universität genutzt.
1977 — Der Senat von Berlin baut die Ruine von Haus Cramer, einem der von Hermann Muthesius in Dahlem erbauten Landhäuser, zur Nutzung durch Stanford in Berlin wieder auf. Die Einweihung erfolgt im Februar 1978.
1980 — Der Stanford Alumni Club of Germany e.V. (später: Stanford Club of Germany e.V. = SCoG) wird gegründet. Der Club widmet sich der aktiven Unterstützung von Stanford in Berlin. Mit seiner Hilfe wurden zahlreiche Projekte realisiert: die Schaffung des Deutschen (Gast-)Lehrstuhls an der Stanford University (zehn Jahre lang gefördert durch Auswärtiges Amt und Volkswagen-Stiftung), die Stanford Symposia on Transition in Europe (1991–1996), die Rekonstruktion und Erweiterung von Haus Cramer (1988, 1996, 2001) mit Unterstützung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, die Beschaffung der Mittel für das SCoG Endowment for Stanford in Berlin sowie ab 2003 der jährliche Stanford-Siemens Workshop on Globalization.
1982 — Das Krupp Internship Program for Stanford Students in Germany wird gegründet – dank kluger Vorausschau und großzügiger Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung unter Leitung von Prof. Dr. h.c. mult. Berthold Beitz. Es baut auf einem erfolgreichen Pilotprojekt des Vorjahres mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) auf. Seither haben über 1.250 Stanford-Studierende Praktika von drei bis sechs Monaten in deutschen Firmen und Institutionen absolviert.
2000 — Stanford erwirbt Haus Cramer vom Senat von Berlin – ermöglicht durch die Großzügigkeit des Berliner Stanford-Alumnus Hans George Will. Die Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur und das Abgeordnetenhaus geben ihre Zustimmung; Stanford-Präsident Prof. Gerhard Casper, Prof. Russell Berman und Dr. Karen Kramer bereiten den Weg. Es ist die erste Immobilie der Universität außerhalb der USA.
2005 — Der H.G. Will Fund wird vom Berliner Alumnus Hans George Will gestiftet, mit einem gleich hohen Beitrag der Hewlett Foundation. Der Fonds unterstützt Aktivitäten, die das akademische Leben bei Stanford in Berlin bereichern – vor allem die H.G. Will Field Trips on European Expansion.